]> Brief: fmb-1837-02-19-01

fmb-1837-02-19-01

Hilfe zum Zitier-Tool

Um wichtige Textpassagen (Zitate) zu speichern und auf diese via Hyperlink zu verweisen, markieren Sie bitte den gewünschten Textbereich.

Daraufhin erscheint ein Fenster, in welchem Sie die ausgewählte Textpassage inkl. des Hyperlinks zur weiteren Verwendung in die Zwischenablage kopieren können.


Cécile Jeanrenaud und Felix Mendelssohn Bartholdy an Lea Mendelssohn Bartholdy und die Familie Mendelssohn Bartholdy in Berlin<lb/> Leipzig, 19. Februar 1837 Mit schwerem Herzen nehme ich heute die Feder, wäre alles glücklich gegangen so könnte ich mich schon heute mündlich unterhalten mit Dir, und den lieben Geschwistern. Statt dessen bekommst Du nun bald die böse Hiobspost, Felix Mendelssohn Bartholdy Correspondence Online (FMB-C) Lea Mendelssohn Bartholdy an Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig; Berlin, 8. Februar 1837 Lea Mendelssohn Bartholdy an Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig; Berlin, 20. Februar 1837 Mendelssohn Bartholdy (bis 1816: Mendelssohn), Jacob Ludwig Felix (1809-1847) Jeanrenaud, Cécile Sophie Charlotte (1817-1853) Jeanrenaud, Cécile Sophie Charlotte (1817-1853) Transkription: FMB-C Edition: FMB-C Felix Mendelssohn Bartholdy Correspondence Online-Ausgabe (FMB-C). Institut für Musikwissenschaft und Medienwissenschaft. Humboldt-Universität zu Berlin
Am Kupfergraben 5 10117 Berlin Deutschland
http://www.mendelssohn-online.com Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0) Bd. 5, 1575

Maschinenlesbare Übertragung der vollständigen Korrespondenz Felix Mendelssohn Bartholdys (FMB-C)

USA New York, NY US-NYp New York, NY, The New York Public Library for the Performing Arts, Astor, Lenox and Tilden Foundations, Music Division *MNY++ Mendelssohn Letters Vol. IVa/49 (306). Autograph Cécile Jeanrenaud und Felix Mendelssohn Bartholdy an Lea Mendelssohn Bartholdy und die Familie Mendelssohn Bartholdy in Berlin; Leipzig, 19. Februar 1837 Mit schwerem Herzen nehme ich heute die Feder, wäre alles glücklich gegangen so könnte ich mich schon heute mündlich unterhalten mit Dir, und den lieben Geschwistern. Statt dessen bekommst Du nun bald die böse Hiobspost,

4 beschr. S.; Adresse von Felix Mendelssohn Bartholdys Hand, mehrere Poststempel.

Felix Mendelssohn Bartholdy, Cécile Jeanrenaud

-

Felix Mendelssohn Bartholdy Correspondence Online-Ausgabe FMB-C: Digitale Edition der vollständigen Korrespondenz Hin- und Gegenbriefe Felix Mendelssohn Bartholdys auf XML-TEI-Basis.

Die Felix Mendelssohn Bartholdy Correspondence Online-Ausgabe FMB-C ediert die Gesamtkorrespondenz des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy 1809-1847 in Form einer digitalen, wissenschaftlich-kritischen Online-Ausgabe. Sie bietet neben der diplomatischen Wiedergabe der rund 6.000 Briefe Mendelssohns erstmals auch eine Gesamtausgabe der über 7.200 Briefe an den Komponisten sowie einen textkritischen, inhalts- und kontexterschließenden Kommentar aller Briefe. Sie wird ergänzt durch eine Personen- und Werkdatenbank, eine Lebenschronologie Mendelssohns, zahlreicher Register der Briefe, Werke, Orte und Körperschaften sowie weitere Verzeichnisse. Philologisches Konzept, Philologische FMB-C-Editionsrichtlinien: Uta Wald, Dr. Ulrich Taschow. Digitales Konzept, Digitale FMB-C-Editionsrichtlinien: Dr. Ulrich Taschow. Technische Konzeption der Felix Mendelssohn Bartholdy Correspondence FMB-C Ausgabe und Webdesign: Dr. Ulrich Taschow.

19. Februar 1837 2 2 Mendelssohn Bartholdy (bis 1816: Mendelssohn), Jacob Ludwig Felix (1809-1847) Jeanrenaud, Cécile Sophie Charlotte (1817-1853) counter-reset Jeanrenaud, Cécile Sophie Charlotte (1817-1853) Leipzig Deutschland Mendelssohn Bartholdy, Familie von → Abraham Mendelssohn Bartholdy Mendelssohn Bartholdy (bis 1816: Mendelssohn), Lea Felicia Pauline (1777-1842) Berlin Deutschland deutsch
An Mde. Mendelssohn Bartholdy. in Berlin Leipziger Straße no. 3.
Jeanrenaud, Cécile Sophie Charlotte (1817–1853) Jeanrenaud, Cécile Sophie Charlotte (1817–1853) Leipzig den 19ten Februar Liebe Mutter!

Mit schwerem Herzen nehme ich heute die Feder, wäre alles glücklich gegangen so könnte ich mich schon heute mündlich unterhalten mit Dir, und den lieben GeschwisternHensel, Fanny Cäcilia (1805-1847)Dirichlet (Lejeune Dirichlet), Rebecka Henriette (1811-1858). Statt dessen bekommst Du nun bald die böse Hiobspost, und ich sitze bei meiner kranken MutterJeanrenaud, Elisabeth (Lilly) Wilhelmine (1796-1871), und gräme mich erstlich, daß sie unwohl ist und dann über die verunglückte Reise. – Aber ich kann die Hoffnung nicht aufgeben, Euch noch zu sehen, sonst wäre es aus, mit aller meiner Fassung und ich könnte vor Betrübniß auch noch die häßliche grippe bekommen, wie es mir der ArztClarus, Johann Christian August (1774-1854) heute prophezeihen wollte. Ich hoffe aber gewiß die MutterJeanrenaud, Elisabeth (Lilly) Wilhelmine (1796-1871) wird morgen wieder aufstehen können, so daß wir Dienstag oder Mittwoch reisen. Gestern Abend hatte sie starkes Fieber, Halsweh und alle Anhängsel der grippe, und ich legte mich recht ängstlich zu Bette, das scheint aber der Ausbruch der Krankheit gewesen zu sein, denn heute ist sie ganz ohne Fieber, viel muntrer, viel wohler. Wie leid ist es mir, daß Euch diese Tage so getrübt sind, liebe Mutter; ich kenne nichts grämlicheres als umsonst jemanden erwartet zu haben, und doch wäre es noch unangenehmer für Euch wenn die MutterJeanrenaud, Elisabeth (Lilly) Wilhelmine (1796-1871) in Berlin unwohl geworden wäre, wo wir nur so wenig Tage haben. Was mir vielen Kummer macht und mich beständig wieder an das Mißgeschick erinnert ist das prächtige Frühlingswetter, ich meine, wenn es jetzt uns zu Gefallen ein wenig hagelte oder schneite, wäre es noch besser auszuhalten, aber so scheint es als hätte der Himmel gerade diese beiden letzten Tage zum Reisen eingerichtet.

Aber ich will dieß Klagelied aufhören, und mich mit der schönen Hoffnung trösten in einigen Tagen ganz lustig des Weges nach Berlin zu ziehen, freilich ist dann Felix Zeit sehr beschränkt, und es wird auch Euch vielleicht nicht so passen,

            Leipzig den 19ten Februar Liebe Mutter!
Mit schwerem Herzen nehme ich heute die Feder, wäre alles glücklich gegangen so könnte ich mich schon heute mündlich unterhalten mit Dir, und den lieben Geschwistern. Statt dessen bekommst Du nun bald die böse Hiobspost, und ich sitze bei meiner kranken Mutter, und gräme mich erstlich, daß sie unwohl ist und dann über die verunglückte Reise. – Aber ich kann die Hoffnung nicht aufgeben, Euch noch zu sehen, sonst wäre es aus, mit aller meiner Fassung und ich könnte vor Betrübniß auch noch die häßliche grippe bekommen, wie es mir der Arzt heute prophezeihen wollte. Ich hoffe aber gewiß die Mutter wird morgen wieder aufstehen können, so daß wir Dienstag oder Mittwoch reisen. Gestern Abend hatte sie starkes Fieber, Halsweh und alle Anhängsel der grippe, und ich legte mich recht ängstlich zu Bette, das scheint aber der Ausbruch der Krankheit gewesen zu sein, denn heute ist sie ganz ohne Fieber, viel muntrer, viel wohler. Wie leid ist es mir, daß Euch diese Tage so getrübt sind, liebe Mutter; ich kenne nichts grämlicheres als umsonst jemanden erwartet zu haben, und doch wäre es noch unangenehmer für Euch wenn die Mutter in Berlin unwohl geworden wäre, wo wir nur so wenig Tage haben. Was mir vielen Kummer macht und mich beständig wieder an das Mißgeschick erinnert ist das prächtige Frühlingswetter, ich meine, wenn es jetzt uns zu Gefallen ein wenig hagelte oder schneite, wäre es noch besser auszuhalten, aber so scheint es als hätte der Himmel gerade diese beiden letzten Tage zum Reisen eingerichtet.
Aber ich will dieß Klagelied aufhören, und mich mit der schönen Hoffnung trösten in einigen Tagen ganz lustig des Weges nach Berlin zu ziehen, freilich ist dann Felix Zeit sehr beschränkt, und es wird auch Euch vielleicht nicht so passen,          
            <TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance" xsi:schemaLocation="http://www.tei-c.org/ns/1.0 ../../../fmbc_framework/xsd/fmb-c.xsd" xml:id="fmb-1837-02-19-01" xml:space="default">
  <teiHeader xml:lang="de">
    <fileDesc>
      <titleStmt>
        <title key="fmb-1837-02-19-01" xml:id="title_5f6874f4-faa3-4d42-a745-b14b7dd53ce6">C&#xE9;cile Jeanrenaud und Felix Mendelssohn Bartholdy an Lea Mendelssohn Bartholdy und die Familie Mendelssohn Bartholdy in Berlin<lb/> Leipzig, 19. Februar 1837</title>
        <title level="s" type="incipit" xml:id="title_60e05291-580c-4062-b835-9ad675140dfa">Mit schwerem Herzen nehme ich heute die Feder, w&#xE4;re alles gl&#xFC;cklich gegangen so k&#xF6;nnte ich mich schon heute m&#xFC;ndlich unterhalten mit Dir, und den lieben Geschwistern. Statt dessen bekommst Du nun bald die b&#xF6;se Hiobspost,</title>
        <title level="s" type="sub" xml:id="title_0a4649b5-bdcc-4628-bba1-3d298e84960b">Felix Mendelssohn Bartholdy Correspondence Online (FMB-C)</title>
        <title key="gb-1837-02-08-01" type="precursor">Lea Mendelssohn Bartholdy an Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig; Berlin, 8. Februar 1837</title>
        <title key="gb-1837-02-20-02" type="successor">Lea Mendelssohn Bartholdy an Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig; Berlin, 20. Februar 1837</title>
        <author key="PSN0000001" resp="author">Mendelssohn Bartholdy (bis 1816: Mendelssohn), Jacob Ludwig Felix (1809-1847)</author>
        <author key="PSN0112225" resp="author">Jeanrenaud, C&#xE9;cile Sophie Charlotte (1817-1853)</author>
        <respStmt>
          <resp resp="writer"/>
          <persName key="PSN0112225" resp="writer" xml:id="persName_8sonr1t0-n4qe-qy43-cara-jaiuwhh49pyr">Jeanrenaud, C&#xE9;cile Sophie Charlotte (1817-1853)</persName>
        </respStmt>
        <respStmt resp="transcription">
          <resp resp="transcription">Transkription: </resp>
          <name resp="transcription">FMB-C</name>
        </respStmt>
        <respStmt resp="edition">
          <resp resp="edition">Edition: </resp>
          <name resp="edition">FMB-C</name>
        </respStmt>
      </titleStmt>
      <publicationStmt>
        <publisher>Felix Mendelssohn Bartholdy Correspondence Online-Ausgabe (FMB-C). Institut f&#xFC;r Musikwissenschaft und Medienwissenschaft. Humboldt-Universit&#xE4;t zu Berlin</publisher>
        <address>
          <street>Am Kupfergraben 5</street>
          <placeName>
            <settlement>10117 Berlin</settlement>
            <country>Deutschland</country>
          </placeName>
        </address>
        <idno type="URI">http://www.mendelssohn-online.com</idno>
        <availability>
          <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</licence>
        </availability>
        <idno type="MSB">Bd. 5, 1575</idno>
      </publicationStmt>
      <seriesStmt>
        <p>Maschinenlesbare &#xDC;bertragung der vollst&#xE4;ndigen Korrespondenz Felix Mendelssohn Bartholdys (FMB-C)</p>
      </seriesStmt>
      <sourceDesc source="edition_template_manuscript" xml:id="sourceDesc_6f44d32a-6a44-450e-90a6-48d7e995eebf">
        <msDesc>
          <msIdentifier>
            <country>USA</country>
            <settlement>New York, NY</settlement>
            <institution key="RISM">US-NYp</institution>
            <repository>New York, NY, The New York Public Library for the Performing Arts, Astor, Lenox and Tilden Foundations, Music Division</repository>
            <collection>*MNY++ Mendelssohn Letters</collection>
            <idno type="signatur">Vol. IVa/49 (306).</idno>
          </msIdentifier>
          <msContents>
            <msItem>
              <idno type="autograph">Autograph</idno>
              <title key="fmb-1837-02-19-01" type="letter" xml:id="title_c755cfcb-ec2e-4763-92e8-dc8da3c7d075">C&#xE9;cile Jeanrenaud und Felix Mendelssohn Bartholdy an Lea Mendelssohn Bartholdy und die Familie Mendelssohn Bartholdy in Berlin;  Leipzig, 19. Februar 1837</title>
              <incipit>Mit schwerem Herzen nehme ich heute die Feder, w&#xE4;re alles gl&#xFC;cklich gegangen so k&#xF6;nnte ich mich schon heute m&#xFC;ndlich unterhalten mit Dir, und den lieben Geschwistern. Statt dessen bekommst Du nun bald die b&#xF6;se Hiobspost,</incipit>
            </msItem>
          </msContents>
          <physDesc>
            <p>4 beschr. S.; Adresse von Felix Mendelssohn Bartholdys Hand, mehrere Poststempel.</p>
            <handDesc hands="2">
              <p>Felix Mendelssohn Bartholdy, C&#xE9;cile Jeanrenaud</p>
            </handDesc>
            <accMat>
              <listBibl>
                <bibl type="none"/>
              </listBibl>
            </accMat>
          </physDesc>
          <history>
            <provenance>
              <p>-</p>
            </provenance>
          </history>
        </msDesc>
      </sourceDesc>
    </fileDesc>
    <encodingDesc>
      <projectDesc>
        <p>Felix Mendelssohn Bartholdy Correspondence Online-Ausgabe FMB-C: Digitale Edition der vollst&#xE4;ndigen Korrespondenz Hin- und Gegenbriefe Felix Mendelssohn Bartholdys auf XML-TEI-Basis.</p>
      </projectDesc>
      <editorialDecl>
        <p>Die Felix Mendelssohn Bartholdy Correspondence Online-Ausgabe FMB-C ediert die Gesamtkorrespondenz des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy 1809-1847 in Form einer digitalen, wissenschaftlich-kritischen Online-Ausgabe. Sie bietet neben der diplomatischen Wiedergabe der rund 6.000 Briefe Mendelssohns erstmals auch eine Gesamtausgabe der &#xFC;ber 7.200 Briefe an den Komponisten sowie einen textkritischen, inhalts- und kontexterschlie&#xDF;enden Kommentar aller Briefe. Sie wird erg&#xE4;nzt durch eine Personen- und Werkdatenbank, eine Lebenschronologie Mendelssohns, zahlreicher Register der Briefe, Werke, Orte und K&#xF6;rperschaften sowie weitere Verzeichnisse. Philologisches Konzept,  Philologische FMB-C-Editionsrichtlinien: Uta Wald, Dr. Ulrich Taschow. Digitales Konzept, Digitale FMB-C-Editionsrichtlinien: Dr. Ulrich Taschow. Technische Konzeption der Felix Mendelssohn Bartholdy Correspondence FMB-C Ausgabe und Webdesign: Dr. Ulrich Taschow.</p>
      </editorialDecl>
    </encodingDesc>
    <profileDesc>
      <creation>
        <date cert="high" when="1837-02-19" xml:id="date_e6cd15eb-ea0b-49d4-a902-eed2378b4e37">19. Februar 1837</date>
      </creation>
      <correspDesc>
        <correspAction type="sent">
          <note type="asynchronous_authors" xml:id="note_7da5be93-9efc-43e2-8362-4dc0bc6f3ea7">
            <measure type="number_of_authors">2</measure>
          </note>
          <note type="asynchronous_authors" xml:id="note_6d39eab0-d63a-4c2c-8102-4cec2548be33">
            <measure type="number_of_authors">2</measure>
          </note>
          <persName key="PSN0000001" resp="author" xml:id="persName_dc12f25e-6121-4aff-b680-955e14abfa5d">Mendelssohn Bartholdy (bis 1816: Mendelssohn), Jacob Ludwig Felix (1809-1847)</persName>
          <persName key="PSN0112225" resp="author" xml:id="persName_dhiqlo8k-el5s-x5rf-67qf-5l5ee5npu407">Jeanrenaud, C&#xE9;cile Sophie Charlotte (1817-1853)</persName>
          <note>counter-reset</note>
          <persName key="PSN0112225" resp="writer" xml:id="persName_gsule3bn-9fzt-ggrh-bzid-ii7ta3a577gk">Jeanrenaud, C&#xE9;cile Sophie Charlotte (1817-1853)</persName>
          <placeName type="writing_place" xml:id="placeName_25ef6788-15f8-4deb-9cd4-c3160df553ae">
            <settlement key="STM0100116">Leipzig</settlement>
            <country>Deutschland</country>
          </placeName>
        </correspAction>
        <correspAction type="received">
          <persName key="PSN0113241" resp="receiver" xml:id="persName_d66fe629-a90d-4b6f-9265-c1f65da59c17">Mendelssohn Bartholdy, Familie von &#x2192; Abraham Mendelssohn Bartholdy</persName>
          <persName key="PSN0113260" resp="receiver" xml:id="persName_4cafebab-90ef-4206-be8a-88ca791e8760">Mendelssohn Bartholdy (bis 1816: Mendelssohn), Lea Felicia Pauline (1777-1842)</persName>
          <placeName type="receiving_place" xml:id="placeName_0213b4e2-6d6d-41f6-b451-b4e02434dd71">
            <settlement key="STM0100101">Berlin</settlement>
            <country>Deutschland</country>
          </placeName>
        </correspAction>
      </correspDesc>
      <langUsage>
        <language ident="de">deutsch</language>
      </langUsage>
    </profileDesc>
    <revisionDesc status="draft">
      
    </revisionDesc>
  </teiHeader>
  <text type="letter">
    <body>
      <div type="address" xml:id="div_91fe6362-b304-41ad-baf4-a2a24ba738d8">
        <head>
          <address>
            <addrLine>An Mde. Mendelssohn Bartholdy.</addrLine>
            <addrLine>in</addrLine>
            <addrLine>Berlin</addrLine>
            <addrLine>Leipziger Stra&#xDF;e no. 3.</addrLine>
          </address>
        </head>
      </div>
      <div n="1" type="act_of_writing" xml:id="div_6f5181e8-7cd9-40c6-b492-448328c9f151">
        <docAuthor key="PSN0112225" resp="author" style="hidden" xml:id="docAuthor_c8d93e78-41ff-44ef-8803-28cbf50d710b">Jeanrenaud, C&#xE9;cile Sophie Charlotte (1817&#x2013;1853)</docAuthor>
        <docAuthor key="PSN0112225" resp="writer" style="hidden" xml:id="docAuthor_2487388a-c69b-44fd-a89e-a085a12a9c64">Jeanrenaud, C&#xE9;cile Sophie Charlotte (1817&#x2013;1853)</docAuthor>
        <dateline rend="right">Leipzig den <date cert="high" when="1837-02-19" xml:id="date_4762ff18-78ea-4079-8918-5328cf4502d4">19<hi rend="superscript">ten</hi> Februar</date></dateline>
        <salute rend="left">Liebe Mutter!</salute>
        <p style="paragraph_without_indent">Mit schwerem Herzen nehme ich heute die Feder, w&#xE4;re alles gl&#xFC;cklich gegangen so k&#xF6;nnte ich mich schon heute m&#xFC;ndlich unterhalten mit Dir, und <persName xml:id="persName_658d6b80-e3a9-4feb-a8cb-99e6f158a8f7">den lieben Geschwistern<name key="PSN0111893" style="hidden">Hensel, Fanny C&#xE4;cilia (1805-1847)</name><name key="PSN0110673" style="hidden">Dirichlet (Lejeune Dirichlet), Rebecka Henriette (1811-1858)</name></persName>. Statt dessen bekommst Du nun bald die b&#xF6;se Hiobspost, und ich sitze bei <persName xml:id="persName_4706f18d-2292-43b9-8fb2-f3a558c02ab6">meiner kranken Mutter<name key="PSN0112228" style="hidden">Jeanrenaud, Elisabeth (Lilly) Wilhelmine (1796-1871)</name></persName>, und gr&#xE4;me mich erstlich, da&#xDF; sie unwohl ist und dann &#xFC;ber die verungl&#xFC;ckte Reise. &#x2013; Aber ich kann die Hoffnung nicht aufgeben, Euch noch zu sehen, sonst w&#xE4;re es aus, mit aller meiner Fassung und ich k&#xF6;nnte vor Betr&#xFC;bni&#xDF; auch noch die h&#xE4;&#xDF;liche grippe bekommen, wie es mir der <persName xml:id="persName_a404cb3e-531f-489e-9339-fc9124ebdcfb">Arzt<name key="PSN0110406" style="hidden">Clarus, Johann Christian August (1774-1854)</name></persName> heute prophezeihen wollte. Ich hoffe aber gewi&#xDF; die <persName xml:id="persName_e0447179-92fc-4899-9cfb-abbf0dcfa38f">Mutter<name key="PSN0112228" style="hidden">Jeanrenaud, Elisabeth (Lilly) Wilhelmine (1796-1871)</name></persName> wird morgen wieder aufstehen k&#xF6;nnen, so da&#xDF; wir Dienstag oder Mittwoch reisen. Gestern Abend hatte sie starkes Fieber, Halsweh und alle Anh&#xE4;ngsel der grippe, und ich legte mich recht &#xE4;ngstlich zu Bette, das scheint aber der Ausbruch der Krankheit gewesen zu sein, denn heute ist sie ganz ohne Fieber, viel muntrer, viel wohler. Wie leid ist es mir, da&#xDF; Euch diese Tage so getr&#xFC;bt sind, liebe Mutter; ich kenne nichts gr&#xE4;mlicheres als umsonst jemanden erwartet zu haben, und doch w&#xE4;re es noch unangenehmer f&#xFC;r Euch wenn die <persName xml:id="persName_4fa56303-f4bf-4238-946f-f18f75246256">Mutter<name key="PSN0112228" style="hidden">Jeanrenaud, Elisabeth (Lilly) Wilhelmine (1796-1871)</name></persName> in Berlin unwohl geworden w&#xE4;re, wo wir nur so wenig Tage haben. Was mir vielen Kummer macht und mich best&#xE4;ndig wieder an das Mi&#xDF;geschick erinnert ist das pr&#xE4;chtige Fr&#xFC;hlingswetter, ich meine, wenn es jetzt uns zu Gefallen ein wenig hagelte oder schneite, w&#xE4;re es noch besser auszuhalten, aber so scheint es als h&#xE4;tte der Himmel gerade diese beiden letzten Tage zum Reisen eingerichtet.</p>
        <p>Aber ich will die&#xDF; Klagelied aufh&#xF6;ren, und mich mit der sch&#xF6;nen Hoffnung tr&#xF6;sten in einigen Tagen ganz lustig des Weges nach Berlin zu ziehen, freilich ist dann Felix Zeit sehr beschr&#xE4;nkt, und es wird auch Euch vielleicht nicht so passen, </p>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>