]> Brief: fmb-1826-08-28-01

fmb-1826-08-28-01

Hilfe zum Zitier-Tool

Um wichtige Textpassagen (Zitate) zu speichern und auf diese via Hyperlink zu verweisen, markieren Sie bitte den gewünschten Textbereich.

Daraufhin erscheint ein Fenster, in welchem Sie die ausgewählte Textpassage inkl. des Hyperlinks zur weiteren Verwendung in die Zwischenablage kopieren können.


Felix Mendelssohn Bartholdy an Johann Nepomuk Schelble in Frankfurt a. M.<lb/>Berlin, 28. August 1826 Ich habe nun so lange schon nichts Unmittelbares von Ihnen gehört, und es ist recht böse von Ihnen, daß Sie Ihre wahren und warmen Freunde gänzlich vergessen. Wieviel Erfreuliches hätte Sie mir von sich selbst, Felix Mendelssohn Bartholdy Correspondence Online (FMB-C) noch nicht ermittelt Johann Nepomuk Schelble an Felix Mendelssohn Bartholdy; Frankfurt a. M., 17. Mai 1834 Mendelssohn Bartholdy (bis 1816: Mendelssohn), Jacob Ludwig Felix (1809-1847) Mendelssohn Bartholdy (bis 1816: Mendelssohn), Jacob Ludwig Felix (1809-1847) Transkription: FMB-C Edition: FMB-C Felix Mendelssohn Bartholdy Correspondence Online-Ausgabe (FMB-C). Institut für Musikwissenschaft und Medienwissenschaft. Humboldt-Universität zu Berlin
Am Kupfergraben 5 10117 Berlin Deutschland
http://www.mendelssohn-online.com Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0) Bd. 1,

Maschinenlesbare Übertragung der vollständigen Korrespondenz Felix Mendelssohn Bartholdys (FMB-C)

Deutschland Frankfurt a. M. D-F Frankfurt a. M., Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg Handschriftenabteilung, Autogr. F. Mendelssohn Bartholdy - Autograph Felix Mendelssohn Bartholdy an Johann Nepomuk Schelble in Frankfurt a. M.; Berlin, 28. August 1826 Ich habe nun so lange schon nichts Unmittelbares von Ihnen gehört, und es ist recht böse von Ihnen, daß Sie Ihre wahren und warmen Freunde gänzlich vergessen. Wieviel Erfreuliches hätte Sie mir von sich selbst,

2 beschr. S.; Adresse.

Felix Mendelssohn Bartholdy

-

J. A. Stargardt, Berlin, Auktion 29. und 30. April 1927, Katalog 268, Nr. 499 (Teildruck).

Felix Mendelssohn Bartholdy Correspondence Online-Ausgabe FMB-C: Digitale Edition der vollständigen Korrespondenz Hin- und Gegenbriefe Felix Mendelssohn Bartholdys auf XML-TEI-Basis.

Die Felix Mendelssohn Bartholdy Correspondence Online-Ausgabe FMB-C ediert die Gesamtkorrespondenz des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy 1809-1847 in Form einer digitalen, wissenschaftlich-kritischen Online-Ausgabe. Sie bietet neben der diplomatischen Wiedergabe der rund 6.000 Briefe Mendelssohns erstmals auch eine Gesamtausgabe der über 7.200 Briefe an den Komponisten sowie einen textkritischen, inhalts- und kontexterschließenden Kommentar aller Briefe. Sie wird ergänzt durch eine Personen- und Werkdatenbank, eine Lebenschronologie Mendelssohns, zahlreicher Register der Briefe, Werke, Orte und Körperschaften sowie weitere Verzeichnisse. Philologisches Konzept, Philologische FMB-C-Editionsrichtlinien: Uta Wald, Dr. Ulrich Taschow. Digitales Konzept, Digitale FMB-C-Editionsrichtlinien: Dr. Ulrich Taschow. Technische Konzeption der Felix Mendelssohn Bartholdy Correspondence FMB-C Ausgabe und Webdesign: Dr. Ulrich Taschow.

28. August 1826 Mendelssohn Bartholdy (bis 1816: Mendelssohn), Jacob Ludwig Felix (1809-1847) counter-reset Mendelssohn Bartholdy (bis 1816: Mendelssohn), Jacob Ludwig Felix (1809-1847) Berlin Deutschland Schelble, Johann Nepomuk (1789-1837) Frankfurt a. M. Deutschland deutsch
Herrn Herrn Schelble. Wohlgeb. Frankfurt a/M d.G.
Mendelssohn Bartholdy (bis 1816: Mendelssohn), Jacob Ludwig Felix (1809-1847) Mendelssohn Bartholdy (bis 1816: Mendelssohn), Jacob Ludwig Felix (1809-1847) Berlin d. 28 Aug. 1826. Mein lieber, verehrter Freund!

Ich habe nun so lange schon nichts Unmittelbares von Ihnen gehört, und es ist recht böse von Ihnen, daß Sie Ihre wahren und warmen Freunde gänzlich vergessen. Wieviel Erfreuliches hätte Sie mir von sich selbst, Ihrer geehrten FamilieSchelble, Familie von → Johann Nepomuk S., Ihrem VereineCäcilienvereinFrankfurt a. M.Deutschland, überhaupt von Ihrem ganzen Wirken und Schaffen sagen können, wenn Sie nur eine Minute einmal an mich gedacht hätten. Mir dagegen, der ich mich ruhig fortübend, still und einförmig vor mich hinlebe, und schon deswegen Mangel an Schreibestoff spüre, ist es eher zu verzeihen, daß ich schwieg, und so freute es mich doppelt die Reise des Herrn Heinrich DornDorn, Heinrich Ludwig Egmont (1804-1892) benutzen zu können, um Ihnen zu erzählen, daß es mir und allen meinigen wohlgeht, und daß wir alle mit innigster Liebe Ihrer gedenken, und daß wir herzlich bedauern, Ihr Versprechen uns, wenn’s auch nur auf einer Durchreise nach Königsberg, auf ein Paar Tage zu besuchen, gar nicht erfüllt zu sehn. Wenn Sie doch bald nach Berlin kämen, damit ich wieder einmal einem Musiker meine Compositionen vorspielen, und etwas wieder gesungen hören könnte. Ich bitte Sie herzlich schreiben Sie mir doch ja recht bald, ob uns noch etwas Hoffnung bleibt, Sie zu sehn, und wie es Ihnen geht, und was Sie zur neuen Beethovenschen Symphonie<name key="PSN0109771" style="hidden" type="author">Beethoven, Ludwig van (1770-1827)</name><name key="CRT0108070" style="hidden" type="music">9. Sinfonie d-Moll, op. 125</name> sagen, zu der Sie subcribirt haben, damit ich doch ein Zeichen habe, daß Sie meiner noch ein bischen denken. Das einzige was ich bisjetzt von Ihrer Hand besitze, sind Noten, das treffliche Fis moll Stück<name key="PSN0114524" style="hidden" type="author">Schelble, Johann Nepomuk (1789-1837)</name><name key="CRT0110645" style="hidden" type="music">Andante con moto für Klavier fis-Moll</name> nämlich, was Sie bei meiner letzten Durchreise, so gütig waren, mir in’s Stammbuch zu schreiben. Mit hoher Freude und Bewundrung betrachte ich es stets, aber nun möchte ich auch Worte haben. -

Überbringer dieser Zeilen Herr Heinrich DornDorn, Heinrich Ludwig Egmont (1804-1892) aus Königsberg, ist ein liebenswürdiger und talentvoller junger Mann, der Ihnen alles, was Sie ihn hören zu lassen vielleicht die Güte hätten, mit dem besten Danke lohnen wird, den es geben kann, indem er nämlich davon lernen wird. Er hat in Berlin die musikalische Carrière mit Glück und Beifall betreten, und ich hoffe, daß er Tüchtiges leisten wird. Er kann Ihnen über alles Musiktreiben in Berlin am besten Auskunft geben, weil er das alles von Grund aus kennt, und es wird Ihnen lieb seyn lebendigere Beschreibungen davon zu hören, als Druckerschwärze oder Tinte geben können. Ich bitte Sie von Herzen ihm die Erlaubniß zu geben den CäcilienvereinCäcilienvereinFrankfurt a. M.Deutschland zu hören, und ihm selbst einmal was vorzusingen, denn er ist dankbar und empfänglich für das Schöne und gute Musik ist ihm die größte Freude.

Mit der Bitte mich Ihrer Frau GemahlinnSchelble, Auguste Amalie (Molly) (1800-1862) hochach[tungsvoll] zu empfehlen, und baldige Antwort hoffend Ihr Freund Felix Mendelssohn Bartholdy.
            Berlin d. 28 Aug. 1826. Mein lieber, verehrter Freund!
Ich habe nun so lange schon nichts Unmittelbares von Ihnen gehört, und es ist recht böse von Ihnen, daß Sie Ihre wahren und warmen Freunde gänzlich vergessen. Wieviel Erfreuliches hätte Sie mir von sich selbst, Ihrer geehrten Familie, Ihrem Vereine, überhaupt von Ihrem ganzen Wirken und Schaffen sagen können, wenn Sie nur eine Minute einmal an mich gedacht hätten. Mir dagegen, der ich mich ruhig fortübend, still und einförmig vor mich hinlebe, und schon deswegen Mangel an Schreibestoff spüre, ist es eher zu verzeihen, daß ich schwieg, und so freute es mich doppelt die Reise des Herrn Heinrich Dorn benutzen zu können, um Ihnen zu erzählen, daß es mir und allen meinigen wohlgeht, und daß wir alle mit innigster Liebe Ihrer gedenken, und daß wir herzlich bedauern, Ihr Versprechen uns, wenn’s auch nur auf einer Durchreise nach Königsberg, auf ein Paar Tage zu besuchen, gar nicht erfüllt zu sehn. Wenn Sie doch bald nach Berlin kämen, damit ich wieder einmal einem Musiker meine Compositionen vorspielen, und etwas wieder gesungen hören könnte. Ich bitte Sie herzlich schreiben Sie mir doch ja recht bald, ob uns noch etwas Hoffnung bleibt, Sie zu sehn, und wie es Ihnen geht, und was Sie zur neuen Beethovenschen Symphonie sagen, zu der Sie subcribirt haben, damit ich doch ein Zeichen habe, daß Sie meiner noch ein bischen denken. Das einzige was ich bisjetzt von Ihrer Hand besitze, sind Noten, das treffliche Fis moll Stück nämlich, was Sie bei meiner letzten Durchreise, so gütig waren, mir in’s Stammbuch zu schreiben. Mit hoher Freude und Bewundrung betrachte ich es stets, aber nun möchte ich auch Worte haben. -
Überbringer dieser Zeilen Herr Heinrich Dorn aus Königsberg, ist ein liebenswürdiger und talentvoller junger Mann, der Ihnen alles, was Sie ihn hören zu lassen vielleicht die Güte hätten, mit dem besten Danke lohnen wird, den es geben kann, indem er nämlich davon lernen wird. Er hat in Berlin die musikalische Carrière mit Glück und Beifall betreten, und ich hoffe, daß er Tüchtiges leisten wird. Er kann Ihnen über alles Musiktreiben in Berlin am besten Auskunft geben, weil er das alles von Grund aus kennt, und es wird Ihnen lieb seyn lebendigere Beschreibungen davon zu hören, als Druckerschwärze oder Tinte geben können. Ich bitte Sie von Herzen ihm die Erlaubniß zu geben den Cäcilienverein zu hören, und ihm selbst einmal was vorzusingen, denn er ist dankbar und empfänglich für das Schöne und gute Musik ist ihm die größte Freude.
Mit der Bitte mich Ihrer Frau Gemahlinn hochachtungsvoll zu empfehlen, und baldige Antwort hoffend Ihr Freund
Felix Mendelssohn Bartholdy.          
            <TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance" xsi:schemaLocation="http://www.tei-c.org/ns/1.0 ../../../fmbc_framework/xsd/fmb-c.xsd" xml:id="fmb-1826-08-28-01" xml:space="default">
  <teiHeader xml:lang="de">
    <fileDesc>
      <titleStmt>
        <title key="fmb-1826-08-28-01" xml:id="title_47167324-5314-4fe2-98d8-ba3b41449728">Felix Mendelssohn Bartholdy an Johann Nepomuk Schelble in Frankfurt a. M.<lb/>Berlin, 28. August 1826</title>
        <title level="s" type="incipit" xml:id="title_9c3fa660-7e3b-421b-a93d-f7ad38afb186">Ich habe nun so lange schon nichts Unmittelbares von Ihnen geh&#xF6;rt, und es ist recht b&#xF6;se von Ihnen, da&#xDF; Sie Ihre wahren und warmen Freunde g&#xE4;nzlich vergessen. Wieviel Erfreuliches h&#xE4;tte Sie mir von sich selbst,</title>
        <title level="s" type="sub" xml:id="title_16fb6a6e-7e5e-4fc2-b327-0cfc86474322">Felix Mendelssohn Bartholdy Correspondence Online (FMB-C)</title>
        <title key="not_yet_determined" type="precursor">noch nicht ermittelt</title>
        <title key="gb-1834-05-17-01" type="successor">Johann Nepomuk Schelble an Felix Mendelssohn Bartholdy; Frankfurt a. M., 17. Mai 1834</title>
        <author key="PSN0000001" resp="author">Mendelssohn Bartholdy (bis 1816: Mendelssohn), Jacob Ludwig Felix (1809-1847)</author>
        <respStmt>
          <resp resp="writer"/>
          <persName key="PSN0000001" resp="writer" xml:id="persName_z24is9us-m5hg-selo-dk8l-m0dhy5aoghbc">Mendelssohn Bartholdy (bis 1816: Mendelssohn), Jacob Ludwig Felix (1809-1847)</persName>
        </respStmt>
        <respStmt resp="transcription">
          <resp resp="transcription">Transkription: </resp>
          <name resp="transcription">FMB-C</name>
        </respStmt>
        <respStmt resp="edition">
          <resp resp="edition">Edition: </resp>
          <name resp="edition">FMB-C</name>
        </respStmt>
      </titleStmt>
      <publicationStmt>
        <publisher>Felix Mendelssohn Bartholdy Correspondence Online-Ausgabe (FMB-C). Institut f&#xFC;r Musikwissenschaft und Medienwissenschaft. Humboldt-Universit&#xE4;t zu Berlin</publisher>
        <address>
          <street>Am Kupfergraben 5</street>
          <placeName>
            <settlement>10117 Berlin</settlement>
            <country>Deutschland</country>
          </placeName>
        </address>
        <idno type="URI">http://www.mendelssohn-online.com</idno>
        <availability>
          <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</licence>
        </availability>
        <idno type="MSB">Bd. 1, </idno>
      </publicationStmt>
      <seriesStmt>
        <p>Maschinenlesbare &#xDC;bertragung der vollst&#xE4;ndigen Korrespondenz Felix Mendelssohn Bartholdys (FMB-C)</p>
      </seriesStmt>
      <sourceDesc source="edition_template_manuscript">
        <msDesc>
          <msIdentifier>
            <country>Deutschland</country>
            <settlement>Frankfurt a. M.</settlement>
            <institution key="RISM">D-F</institution>
            <repository>Frankfurt a. M., Universit&#xE4;tsbibliothek Johann Christian Senckenberg</repository>
            <collection>Handschriftenabteilung, Autogr. F. Mendelssohn Bartholdy</collection>
            <idno type="signatur">-</idno>
          </msIdentifier>
          <msContents>
            <msItem>
              <idno type="autograph">Autograph</idno>
              <title key="fmb-1826-08-28-01" type="letter" xml:id="title_a7f0444f-6c48-4131-b84c-dd84a16c21ca">Felix Mendelssohn Bartholdy an Johann Nepomuk Schelble in Frankfurt a. M.; Berlin, 28. August 1826</title>
              <incipit>Ich habe nun so lange schon nichts Unmittelbares von Ihnen geh&#xF6;rt, und es ist recht b&#xF6;se von Ihnen, da&#xDF; Sie Ihre wahren und warmen Freunde g&#xE4;nzlich vergessen. Wieviel Erfreuliches h&#xE4;tte Sie mir von sich selbst,</incipit>
            </msItem>
          </msContents>
          <physDesc>
            <p>2 beschr. S.; Adresse.</p>
            <handDesc hands="1">
              <p>Felix Mendelssohn Bartholdy</p>
            </handDesc>
            <accMat>
              <listBibl>
                <bibl type="none"/>
              </listBibl>
            </accMat>
          </physDesc>
          <history>
            <provenance>
              <p>-</p>
            </provenance>
          </history>
          <additional>
            <listBibl>
              <bibl type="printed_letter">J. A. Stargardt, Berlin, Auktion 29. und 30. April 1927, Katalog 268, Nr. 499 (Teildruck).</bibl>
            </listBibl>
          </additional>
        </msDesc>
      </sourceDesc>
    </fileDesc>
    <encodingDesc>
      <projectDesc>
        <p>Felix Mendelssohn Bartholdy Correspondence Online-Ausgabe FMB-C: Digitale Edition der vollst&#xE4;ndigen Korrespondenz Hin- und Gegenbriefe Felix Mendelssohn Bartholdys auf XML-TEI-Basis.</p>
      </projectDesc>
      <editorialDecl>
        <p>Die Felix Mendelssohn Bartholdy Correspondence Online-Ausgabe FMB-C ediert die Gesamtkorrespondenz des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy 1809-1847 in Form einer digitalen, wissenschaftlich-kritischen Online-Ausgabe. Sie bietet neben der diplomatischen Wiedergabe der rund 6.000 Briefe Mendelssohns erstmals auch eine Gesamtausgabe der &#xFC;ber 7.200 Briefe an den Komponisten sowie einen textkritischen, inhalts- und kontexterschlie&#xDF;enden Kommentar aller Briefe. Sie wird erg&#xE4;nzt durch eine Personen- und Werkdatenbank, eine Lebenschronologie Mendelssohns, zahlreicher Register der Briefe, Werke, Orte und K&#xF6;rperschaften sowie weitere Verzeichnisse. Philologisches Konzept,  Philologische FMB-C-Editionsrichtlinien: Uta Wald, Dr. Ulrich Taschow. Digitales Konzept, Digitale FMB-C-Editionsrichtlinien: Dr. Ulrich Taschow. Technische Konzeption der Felix Mendelssohn Bartholdy Correspondence FMB-C Ausgabe und Webdesign: Dr. Ulrich Taschow.</p>
      </editorialDecl>
    </encodingDesc>
    <profileDesc>
      <creation>
        <date cert="high" when="1826-08-28" xml:id="date_2d52d7fa-956c-4c06-97be-8c2f91cb776a">28. August 1826</date>
      </creation>
      <correspDesc>
        <correspAction type="sent">
          <persName key="PSN0000001" resp="author" xml:id="persName_6fe38f01-e17c-4a6c-9b96-0bb7aaa3fbad">Mendelssohn Bartholdy (bis 1816: Mendelssohn), Jacob Ludwig Felix (1809-1847)</persName>
          <note>counter-reset</note>
          <persName key="PSN0000001" resp="writer" xml:id="persName_jezpx4qv-e9tv-h4rb-lfgn-ni56b4mrfiok">Mendelssohn Bartholdy (bis 1816: Mendelssohn), Jacob Ludwig Felix (1809-1847)</persName>
          <placeName type="writing_place" xml:id="placeName_4fbc50e7-a201-41ca-9fb5-6e38900653b8">
            <settlement key="STM0100101">Berlin</settlement>
            <country>Deutschland</country>
          </placeName>
        </correspAction>
        <correspAction type="received">
          <persName key="PSN0114524" resp="receiver" xml:id="persName_627e9204-6f66-4e3d-8f58-fab8b8ed83a2">Schelble, Johann Nepomuk (1789-1837)</persName>
          <placeName type="receiving_place" xml:id="placeName_b3dda960-4b9e-4d16-bc77-6c6131afe958">
            <settlement key="STM0100204">Frankfurt a. M.</settlement>
            <country>Deutschland</country>
          </placeName>
        </correspAction>
      </correspDesc>
      <langUsage>
        <language ident="de">deutsch</language>
      </langUsage>
    </profileDesc>
    <revisionDesc status="draft">
      
    </revisionDesc>
  </teiHeader>
  <text type="letter">
    <body>
      <div type="address" xml:id="div_8b525af6-36de-4adc-9478-246533cf09ec">
        <head>
          <address>
            <addrLine>Herrn</addrLine>
            <addrLine>Herrn Schelble.</addrLine>
            <addrLine>Wohlgeb.</addrLine>
            <addrLine>Frankfurt a/M</addrLine>
            <addrLine>d.G.</addrLine>
          </address>
        </head>
      </div>
      <div n="1" type="act_of_writing" xml:id="div_19b7aab3-bea7-4b84-8a7b-1a517817f7c6">
        <docAuthor key="PSN0000001" resp="author" style="hidden">Mendelssohn Bartholdy (bis 1816: Mendelssohn), Jacob Ludwig Felix (1809-1847)</docAuthor>
        <docAuthor key="PSN0000001" resp="writer" style="hidden">Mendelssohn Bartholdy (bis 1816: Mendelssohn), Jacob Ludwig Felix (1809-1847)</docAuthor>
        <dateline rend="right">Berlin d. <date cert="high" when="1826-08-28" xml:id="date_3b49b184-72cb-44b7-982e-99aadc5c5026">28 Aug. 1826</date>. </dateline>
        <salute rend="left">Mein lieber, verehrter Freund!</salute>
        <p style="paragraph_without_indent">Ich habe nun so lange schon nichts Unmittelbares von Ihnen geh&#xF6;rt, und es ist recht b&#xF6;se von Ihnen, da&#xDF; Sie Ihre wahren und warmen Freunde g&#xE4;nzlich vergessen. Wieviel Erfreuliches h&#xE4;tte Sie mir von sich selbst, Ihrer geehrten <persName xml:id="persName_3fce21ff-d59e-4d8e-be2f-2b1f2d68db2a">Familie<name key="PSN0114522" style="hidden">Schelble, Familie von &#x2192; Johann Nepomuk S.</name></persName>, <placeName xml:id="placeName_fd58f767-5081-4663-b122-ee1c4e51b8ac">Ihrem Vereine<name key="NST0100338" style="hidden" subtype="" type="institution">C&#xE4;cilienverein</name><settlement key="STM0100204" style="hidden" type="">Frankfurt a. M.</settlement><country style="hidden">Deutschland</country></placeName>, &#xFC;berhaupt von Ihrem ganzen Wirken und Schaffen sagen k&#xF6;nnen, wenn Sie nur eine Minute einmal an mich gedacht h&#xE4;tten. Mir dagegen, der ich mich ruhig fort&#xFC;bend, still und einf&#xF6;rmig vor mich hinlebe, und schon deswegen Mangel an Schreibestoff sp&#xFC;re, ist es eher zu verzeihen, da&#xDF; ich schwieg, und so freute es mich doppelt die Reise des <persName xml:id="persName_74eabcc6-2bb5-418a-afea-61030e4a738a">Herrn Heinrich Dorn<name key="PSN0110712" style="hidden">Dorn, Heinrich Ludwig Egmont (1804-1892)</name></persName> benutzen zu k&#xF6;nnen, um Ihnen zu erz&#xE4;hlen, da&#xDF; es mir und allen meinigen wohlgeht, und da&#xDF; wir alle mit innigster Liebe Ihrer gedenken, und da&#xDF; wir herzlich bedauern, Ihr Versprechen uns, wenn&#x2019;s auch nur auf einer Durchreise nach K&#xF6;nigsberg, auf ein Paar Tage zu besuchen, gar nicht erf&#xFC;llt zu sehn. Wenn Sie doch bald nach Berlin k&#xE4;men, damit ich wieder einmal einem Musiker meine Compositionen vorspielen, und etwas wieder gesungen h&#xF6;ren k&#xF6;nnte. Ich bitte Sie herzlich schreiben Sie mir doch ja recht bald, ob uns noch etwas Hoffnung bleibt, Sie zu sehn, und wie es Ihnen geht, und was Sie zur neuen <title xml:id="title_31275749-e467-40e6-9180-ba872d7763e8">Beethovenschen Symphonie<name key="PSN0109771" style="hidden" type="author">Beethoven, Ludwig van (1770-1827)</name><name key="CRT0108070" style="hidden" type="music">9. Sinfonie d-Moll, op. 125</name></title> sagen, zu der Sie subcribirt haben, damit ich doch ein Zeichen habe, da&#xDF; Sie meiner noch ein bischen denken. Das einzige was ich bisjetzt von Ihrer Hand besitze, sind Noten, das <title xml:id="title_9e72ebc1-5f02-4ebd-998c-68efece88f64">treffliche Fis moll St&#xFC;ck<name key="PSN0114524" style="hidden" type="author">Schelble, Johann Nepomuk (1789-1837)</name><name key="CRT0110645" style="hidden" type="music">Andante con moto f&#xFC;r Klavier fis-Moll</name></title> n&#xE4;mlich, was Sie bei meiner letzten Durchreise, so g&#xFC;tig waren, mir in&#x2019;s Stammbuch zu schreiben. Mit hoher Freude und Bewundrung betrachte ich es stets, aber nun m&#xF6;chte ich auch Worte haben. -</p>
        <p>&#xDC;berbringer dieser Zeilen <persName xml:id="persName_a8f57e96-0a66-4b98-8abf-3f6c07d2685d">Herr Heinrich Dorn<name key="PSN0110712" style="hidden">Dorn, Heinrich Ludwig Egmont (1804-1892)</name></persName> aus K&#xF6;nigsberg, ist ein liebensw&#xFC;rdiger und talentvoller junger Mann, der Ihnen alles, was Sie ihn h&#xF6;ren zu lassen vielleicht die G&#xFC;te h&#xE4;tten, mit dem besten Danke lohnen wird, den es geben kann, indem er n&#xE4;mlich davon lernen wird. Er hat in Berlin die musikalische Carri&#xE8;re mit Gl&#xFC;ck und Beifall betreten, und ich hoffe, da&#xDF; er T&#xFC;chtiges leisten wird. Er kann Ihnen &#xFC;ber alles Musiktreiben in Berlin am besten Auskunft geben, weil er das alles von Grund aus kennt, und es wird Ihnen lieb seyn lebendigere Beschreibungen davon zu h&#xF6;ren, als Druckerschw&#xE4;rze oder Tinte geben k&#xF6;nnen. Ich bitte Sie von Herzen ihm die Erlaubni&#xDF; zu geben den <placeName xml:id="placeName_e259aa56-6df7-43a8-a7c2-2fc812aabff6">C&#xE4;cilienverein<name key="NST0100338" style="hidden" subtype="" type="institution">C&#xE4;cilienverein</name><settlement key="STM0100204" style="hidden" type="">Frankfurt a. M.</settlement><country style="hidden">Deutschland</country></placeName> zu h&#xF6;ren, und ihm selbst einmal was vorzusingen, denn er ist dankbar und empf&#xE4;nglich f&#xFC;r das Sch&#xF6;ne und gute Musik ist ihm die gr&#xF6;&#xDF;te Freude.</p>
        <closer rend="left" xml:id="closer_93377eb5-2c40-4e60-8075-969432d5b354">Mit der Bitte mich Ihrer Frau <persName xml:id="persName_93798f1a-3ac6-426e-b940-2590e1e61871">Gemahlinn<name key="PSN0114523" style="hidden">Schelble, Auguste Amalie (Molly) (1800-1862)</name></persName> hochach[tungsvoll] zu empfehlen, und baldige Antwort hoffend </closer>
        <signed rend="right">Ihr Freund</signed>
        <signed rend="right">Felix Mendelssohn Bartholdy.</signed>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>